Sonnenschutz im Winter: Warum UV-Schutz keine Sommerpause kennt
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December 18, 2025

Sonnenschutz im Winter: Warum UV-Schutz keine Sommerpause kennt

UV-Strahlung im Winter unterschätzt? 80% durchdringen Wolken! Warum Sonnenschutz ganzjährig wichtig ist + Pflegetipps!

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Wenn die Temperaturen sinken und der Himmel grau wird, verschwindet der Sonnenschutz bei vielen im Badezimmerschrank. Verständlich, aber leider ein Irrtum. Denn UV-Strahlung macht keine Winterpause, auch wenn wir die Sonne kaum spüren. Gerade jetzt, wenn die Haut durch Kälte und Heizungsluft ohnehin gestresst ist, braucht sie zuverlässigen Schutz. Und zwar jeden Tag.

Winterliche UV-Strahlung: Unterschätzte Gefahr für deine Haut

Die Sonne steht tiefer, die Tage sind kürzer, die Wärme fehlt. Kein Wunder, dass wir im Winter nicht an Sonnenbrand denken. Doch genau hier liegt das Problem: UV-Strahlung ist unsichtbar und hat nichts mit Wärme zu tun. Auch an bewölkten Wintertagen durchdringen bis zu 80 Prozent der UV-Strahlen die Wolkendecke und erreichen deine Haut.

Besonders die UVA-Strahlung bleibt das ganze Jahr über konstant. Sie dringt tief in die Haut ein und beschleunigt die Hautalterung, schwächt das Bindegewebe und kann langfristig zu Pigmentflecken führen. UVB-Strahlung ist zwar im Winter schwächer, verschwindet aber nicht komplett. An klaren Wintertagen oder in höheren Lagen kann sie durchaus noch für Hautschäden sorgen.

Wer also denkt, Sonnenschutz sei nur im Sommer nötig, unterschätzt die schleichenden Effekte der Wintersonne. Hautalterung passiert nicht über Nacht, sie entsteht durch die tägliche, ungeschützte Belastung über Monate und Jahre hinweg.

Schnee, Höhe und Reflexion: Wenn die Sonne doppelt trifft

Wer im Winter gern in die Berge fährt, sollte besonders aufmerksam sein. Mit jedem Höhenmeter nimmt die UV-Intensität zu, denn die Atmosphäre filtert weniger Strahlung heraus. Gleichzeitig reflektiert Schnee bis zu 80 Prozent der UV-Strahlung, Wasser übrigens nur etwa 10 bis 20 Prozent. Das bedeutet: Deine Haut wird von oben und von unten bestrahlt, ein doppelter UV-Angriff.

Das Tückische daran: Du merkst es nicht sofort. Die Kälte kühlt die Haut, ein Hitzegefühl bleibt aus. Erst am Abend zeigt sich oft die Rötung, der Sonnenbrand ist da, ohne dass du ihn kommen sahst. Gerade im Skiurlaub oder bei Winterwanderungen ist UV-Schutz deshalb genauso wichtig wie im Sommerurlaub am Meer.

Deine Haut im Winter: Empfindlicher als du denkst

Im Winter steht deine Haut unter Dauerstress. Draußen ist es kalt und windig, drinnen herrscht trockene Heizungsluft. Die Hautbarriere wird geschwächt, die Haut verliert Feuchtigkeit und wird empfindlicher. In diesem Zustand reagiert sie noch sensibler auf äußere Einflüsse, auch auf UV-Strahlung.

Eine geschwächte Hautbarriere kann sich schlechter vor freien Radikalen schützen, die durch UV-Strahlung entstehen. Die Folge: vorzeitige Hautalterung, Trockenheit, Rötungen und ein erhöhtes Risiko für Pigmentstörungen. Genau deshalb ist es so wichtig, die Haut im Winter nicht nur zu pflegen, sondern auch zu schützen.

Viele Hautprobleme, die wir im Frühjahr bemerken, haben ihren Ursprung in den Wintermonaten. Wer jetzt konsequent auf Sonnenschutz setzt, investiert in ein ebenmäßigeres, gesünderes Hautbild das ganze Jahr über.

So schützt du dich richtig: UV-Schutz für kalte Tage

Die gute Nachricht: Sonnenschutz im Winter ist unkompliziert. Du musst nicht zur fettigen Sonnencreme greifen, die im Sommer am Strand gut war. Es reicht eine leichte Tagespflege mit integriertem Lichtschutzfaktor oder eine separate Sonnencreme, die sich gut unter Make-up tragen lässt.

Worauf du achten solltest:

Mindestens LSF 30, besser LSF 50, auch an grauen Tagen

Breitbandschutz gegen UVA und UVB

Leichte Texturen, die nicht beschweren oder zu reichhaltig sind

Regelmäßiges Auftragen, besonders bei längeren Aufenthalten draußen

Trage den Sonnenschutz morgens nach der Pflege auf, bevor du das Haus verlässt. Wenn du viel draußen bist, zum Beispiel beim Spaziergang oder Sport, kannst du nach ein bis zwei Stunden nachcremen. An bewölkten Tagen im Büro reicht meist eine morgendliche Anwendung.

Was viele nicht wissen: Unter einer UV-Kamera wird die Schutzwirkung von Sonnencreme buchstäblich sichtbar. Während die Haut im normalen Licht ganz gewöhnlich aussieht, zeigt die UV-Aufnahme deutlich, wo Sonnencreme aufgetragen wurde. Die geschützten Stellen erscheinen dunkel, fast schwarz, weil die UV-Strahlen dort nicht durchdringen. Ein beeindruckender Beweis dafür, dass der unsichtbare Schutzfilm wirklich funktioniert.

Auch Lippen brauchen Schutz. Sie haben keine Talgdrüsen und sind besonders anfällig für Trockenheit und UV-Schäden. Ein Lippenpflegestift mit LSF gehört im Winter in jede Tasche.

Die richtige Winterpflege: Schutz und Feuchtigkeit kombinieren

Sonnenschutz allein reicht im Winter nicht. Deine Haut braucht zusätzlich Feuchtigkeit und Lipide, um die Barriere zu stärken. Eine gute Winterpflege kombiniert beides: Schutz vor UV-Strahlung und intensive Versorgung mit pflegenden Inhaltsstoffen.

Setze auf Produkte mit:

Hyaluronsäure für tiefe Feuchtigkeitsversorgung

Ceramiden zur Stärkung der Hautbarriere

Niacinamid gegen Rötungen und für ein ebenmäßiges Hautbild

Natürlichen Ölen wie Jojobaöl oder Squalan für geschmeidige Haut

Der Ablauf ist simpel: Reinigung, Serum oder Toner, Feuchtigkeitspflege, Sonnenschutz. Wenn du Make-up trägst, kommt dieses nach dem Sonnenschutz. Mittlerweile gibt es auch Make-up-Produkte mit integriertem LSF, die den Schutz verstärken können.

Wichtig: Sonnenschutz sollte immer der letzte Schritt deiner Pflegeroutine sein, bevor du dekoratives Make-up aufträgst. So kann er seine volle Wirkung entfalten.

Fazit: Sonnenschutz ist keine Jahreszeit, sondern eine Gewohnheit

UV-Schutz im Winter ist kein Extra, sondern ein Muss. Deine Haut altert jeden Tag ein kleines bisschen, wenn sie ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist. Wer jetzt konsequent bleibt, tut seiner Haut einen großen Gefallen und beugt Pigmentflecken, Falten und einem fahlen Teint vor.

Es braucht keine aufwendige Routine, keine schweren Produkte. Nur eine leichte Creme mit LSF, morgens aufgetragen, reicht schon aus. Und genau diese kleine Geste kann langfristig den größten Unterschied machen.

Also: Auch wenn die Sonne sich versteckt, der Schutz bleibt. Deine Haut wird es dir danken, spätestens im Frühling.